Das Dreieck ist eine runde Sache. Wenn ÉducAfrique einen Beitrag dazu leisten kann, daß es eine runde Sache wird, ist sehr viel erreicht. Und das ist das Ziel: Schule machen für Mädchen und Jungen gleichermaßen.
Die Sache mit dem Dreieck hat mir Elie Nduwajesu von der Fair Child Foundation aus Ruanda bei einem Besuch erklärt. Er sagte dazu: ”Ein leerer Bauch studiert nicht gut.” Zunächst müsse man den Kindern regelmäßig zu essen geben. Dann müßten sie sich damit nicht mehr beschäftigen, irgendwo und irgendwie Essen zu organisieren. Dann gingen sie auch in die Schule.
Danach müsse man dafür sorgen, daß es genügend Lehrer und Schulen gäbe. Dann erst könnten die Jugendlichen regelmäßig lernen. Das könne aber nur dann geschehen, wenn es gut organisiert sei. Dazu benötige man auch Unterstützung aus dem reichen Norden. Damit war ich gemeint.
Er sucht Freiwillige, die sich für einige Monate verpflichten, ohne Geld zu unterrichten. Er sprach von Ruanda. Das ginge natürlich auch im Niger. Der Flug muß selbst bezahlt werden, Unterkunft wird gestellt. Essen und Trinken kosten nicht viel.
Und dann die Energie: Ohne Strom geht auch in Afrika auf die Dauer nichts. Wenn es abends kälter wird und man besser lernen kann, gibt es kein Licht. Weil es keinen Strom gibt. Vom Wasser gar nicht zu reden.
Deshalb funktioniert – jedenfalls auf Dauer – Bildung nur, wenn das Dreieick eine runde Sache wird. ÉducAfrique will dabei helfen.